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Dunkelheit ist die Urempfindung des Sehens.
Doch das Gestalten beginnt mit Licht. Weiß ist die Summe allen Lichtes.
Im Hellen ist alles geformt. Im Dunkeln verliert sich Ding und Form.
Weiß ist die hellste, unbunte Farbe.
Weiß ist die Farbe von Eis und Schnee.
Sie ist ein Symbol der Reinheit, Klarheit, Erhabenheit und Unschuld.
Sie gilt als Zeichen der Unnahbarkeit, Empfindsamkeit und kühler Reserviertheit.
Was weiß ist und was schwarz ist, hängt immer davon ab,
was daneben ist. Nur dort ist reines Weiß, wo auch Schwarz ist. Schwarze Kohle reflektiert in der Sonne mehr Licht als
weißes Porzellan in der Dämmerung.
Schwarz und Weiß sind relative, konstant aufeinander bezogene Kategorien der Anschauung.
Weiß verstärkt Schwarz und Schwarz verstärkt Weiß.
Dadurch entsteht unter Umständen eine Härte, eine Tendenz zum Extremen, die Klarheit fördert.
Die Möglichkeit zur Disharmonie ist gegeben. Kontraste sind jedoch auch Kraftspender, sie schaffen Akzente und binden Aufmerksamkeit. Kontraste haben ein Doppelgesicht und deren Wirkung hängt davon ab, wie und wo sie eingesetzt werden.
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